
Im Herzen des Ortsteils Gardoncino befindet sich die Kirche Santa Caterina. Dieses kleine architektonische Juwel blickt mit seinen zwei Eingängen auf einen hübschen kleinen Platz, der von historischen Gebäuden aus dem 17. bis 19. Jahrhundert umgeben ist. Von hier aus erhebt sich der Glockenturm still zwischen den Dächern und markiert das Profil der Gegend. Rundherum atmet man eine authentische und gemütliche Atmosphäre ein, die zum Verweilen und Entdecken einlädt.
Gottesdienste im Sommer
Ab 2. Juni 2025: jeden Dienstag um 18:00 Uhr
Besichtigungszeiten
Die Kirche ist anlässlich der Gottesdienste für die Öffentlichkeit zugänglich. Für Besuche außerhalb dieser Zeiten wird empfohlen, sich mit der Pfarrei von Manerba in Verbindung zu setzen.
Die Kirche Santa Caterina befindet sich in der Via XXV Aprile, im Zentrum des Ortsteils Gardoncino in Manerba del Garda. Leicht mit dem Auto oder dem Fahrrad zu erreichen, indem Sie der Straße folgen, die das Dorf durchquert. Ein kleiner Platz markiert den Zugang zur Kirche, die in einen Kontext der Ruhe und Geschichte eingebettet ist.
Sie ist der Heiligen Katharina von Alexandrien gewidmet, einer Heiligen, die die Phantasie des Volkes anregte, einer Märtyrerin, die zwischen dem 3. und 4. Jahrhundert in Ägypten lebte, als die Christenverfolgung eine ungeheure Grausamkeit erreichte.
Katharina war eine edle und schöne Jungfrau, die sich gegen die Heirat mit Maximinus Gaia, dem Neffen von Galerius, dem Statthalter von Ägypten, wehrte, weil sie Christin war.
Um zu beweisen, dass Christus nicht Gott sein kann, verglich er sie mit fünfzig Philosophen, aber Katharina gelang es, sie mit ihrer guten philosophischen Ausbildung zu bekehren. Es blieb nur noch die Folter mit Rädern, die mit eisernen Stacheln bestückt waren, die sich bei Berührung mit der Haut des Mädchens wie Weidenruten bogen. Man ging zur Enthauptung über, doch auch hier geschah etwas Wundersames: Aus dem abgetrennten Hals strömte, wie aus dem Stängel bestimmter Kräuter, statt Blut ein Schwall Milch.
Im 14. Jahrhundert verbreitete sich in unserer Gegend der Kult um die heilige Katharina, die als Schutzpatronin von stillenden Müttern, schiffbrüchigen Frauen und Müllern (in jüngster Zeit auch von Autofahrern) angerufen wird.
Die Kirche wurde im Spätmittelalter erbaut und hat einen einzigen Kirchenraum mit Längsgrundriss und einem von freiliegenden Holzbalken getragenen Satteldach. Die schlichte, aber harmonische Fassade ist mit einer eleganten zentralen Rosette aus Terrakotta mit kreisförmigen Motiven verziert, die als „Rad der Heiligen Katharina“ bekannt ist.
An den Seiten der Fassade öffnen sich zwei Bogenfenster, die in aufeinanderfolgenden Epochen eingesetzt wurden, während sich auf der Südseite ein zweiter Eingang und ein eindrucksvolles Triforium befinden. Der Glockenturm, der im achtzehnten Jahrhundert restauriert wurde, hat vier große Monoforien und eine konische Betonabdeckung.
Im Inneren befinden sich wertvolle Elemente, darunter ein seltenes Votivfresko aus dem 15. Jahrhundert, das die Kreuzigung mit der Madonna und den Heiligen darstellt, und ein Altarbild aus dem 16. Jahrhundert, das der Heiligen Katharina gewidmet ist und sich über einem Stuckaltar befindet, der Marmor imitiert. Eine besondere Kuriosität ist das rustikale Weihwasserbecken mit einem geschnitzten Kopf, das die Besucher am Eingang empfängt.
